Methodik
Was wir tun
Die
im Stadtführer von DisabledGo-Deutschland bereitgestellten Informationen sind für
alle Menschen mit Behinderung bestimmt.
Es
ist nach unserer Kenntnis der derzeit aktuellste und detaillierteste Stadtführer
dieser Art.
Die
Datenbank ist so gestaltet, dass Menschen mit Behinderung eigenständig die von
ihnen gewünschten Informationen auswählen und abrufen können.
Sie
werden auch Informationen finden, die nicht für Sie selbst, aber für andere
von Bedeutung sein können.
Unsere
Recherchen haben gezeigt, dass es von Interesse sein kann, nicht nur zu Wissen
was, sondern auch was nicht verfügbar ist. So sind Reisen nicht umsonst und der
Abend gerettet.
Was wir nicht tun
In
DisabledGo-Deutschland finden Sie einschlägige Informationen. Diese sind weder
als Überprüfungen, z.B. baulicher Art, noch als Empfehlungen zu verstehen.
Vielmehr finden Sie hier Informationen nach dem Prinzip „Wir sagen und
dokumentieren, was wir sehen“.
So
können Menschen mit Behinderung mit diesen unabhängigen und verlässlichen
Informationen selbst entscheiden, ob sie diesen Ort aufsuchen möchten oder
nicht.
Zusätzlich
finden Sie auf DisabledGo-Deutschland Links zu Verbänden und lokalen
Hilfegruppen.
Standards
Wie
von unserem Lizenzgeber, Disabled Enabled Ltd. („DisabledGo“) in Großbritannien
vorgegeben, richten wir uns bei der Vergabe unserer Piktogramme/Symbole nicht
streng nach festgeschriebenen Normen (z.B. DIN) und Standards. Wir lehnen uns an
diese Standards an und ergänzen diese in vielen Fällen durch zusätzliche und
detaillierte Informationen.
Wie erhalten wir unsere Informationen?
Die
von DisabledGo-Deutschland verwendeten Verfahren und Techniken wurden von
unserem Lizenzgeber (Franchise-Geber) Disabled Enabled Ltd. („DisabledGo“)
in Großbritannien entwickelt.
Über
zwei Jahre wurden in England Befragungen bei Menschen mit Behinderung und bei
Verbänden durchgeführt, um herauszufinden, welche Art Informationen Menschen
mit Behinderungen benötigen, um zu entscheiden, ob sie in eine bestimmte
Einrichtung (Laden, Restaurant, Hotel, Kino,...) gehen sollen oder nicht. Darauf
aufbauend wurde ein Fragebogen entwickelt, der innerhalb der letzten fünf Jahre
immer mehr verfeinert wurde; meistens in Zusammenarbeit mit lokalen
Projektgruppen. Auf diese Weise werden die Fragebögen von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen weiter entwickelt.
Der
z.Zt. verwendete (elektronische) Fragebogen kann bis zu 400 Einzelinformationen
pro Einrichtung aufnehmen. Jede Einrichtung wird von einem unserer ausgebildeten
„Scouts“ besucht, über den Fragebogen erfasst, vermessen und
photographiert. Außerdem wird mit einem Verantwortlichen der betr. Einrichtung
ein persönliches Gespräch geführt.
Aus
lizenzrechtlichen Gründen ist DisabledGo-Deutschland gehalten, Informationen zu
Einrichtungen nur direkt, also durch unsere Scouts aufzunehmen. Selbstauskünfte
oder schon bestehende Datenbestände sind für uns nicht verwendbar:
- Die
meisten Menschen sind (natürlich) nicht darin ausgebildet, Gebäude,
Vorrichtungen,... so zu beurteilen, wie unsere ausgebildeten Scouts (i.d.R.
selbst behindert).
- Die
Qualität und damit die Nutzung von DisabledGo-Deutschland ist in erster
Linie von der Qualität, Korrektheit und Aktualität der verwendeten Daten
abhängig. Verständlicherweise wollen wir uns hierbei nicht von Dritten abhängig
machen.
Warum stellen wir diese Fragen?
In
den ersten zwei Jahren nach Gründung von DisabledGo, wurde eine gründliche
Befragung bei Menschen mit Behinderung und bei Verbänden vorgenommen (siehe
auch voriger Absatz).
Auf
der Grundlage dieser Befragungen entwickelte DisabledGo eine inzwischen
patentierte Suchschablone. Die Weiterentwicklung in den vergangenen sechs Jahren
fand und findet in direkter Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, mit
Menschen mit Behinderung sowie Rückmeldungen eigener Mitarbeiter statt.
Die
„Rummelsberger Internet Portale GmbH“, als Franchise-Nehmer von DisabledGo
ist eine 100%’ige Tochtergesellschaft der „Rummelsberger Dienste für
Menschen gGmbH“, einem führenden Träger der bayerischen Diakonie. Die Fürsorge
für Menschen mit Behinderungen gehört seit Jahrzehnten anerkannterweise zu
unseren vorrangigen Zielen. Dies manifestiert sich nicht nur in unserer Präsenz
in den entsprechenden Verbänden und Interessengruppen, sondern natürlich auch
in praktischen Dingen, wie z.B. der Tatsache, dass unsere Scouts i.d.R aus den
Absolventen unseres Berufsbildungswerkes rekrutiert werden.
Wie entscheiden wir, welche Einrichtungen auf unsere Website aufgenommen werden?
Von
unseren Gesprächspartnern in den Städten und Gemeinden erhalten wir Listen mit
Einrichtungen, die unsere Partner gerne bei DisabledGo-Deutschland aufgelistet
sehen würden. Diese Aufstellungen umfassen i.d.R. viele öffentliche
Einrichtungen, wie z.B. Gemeindeämter, Bibliotheken, Sportplätze oder Schwimmbäder,
aber auch Ladengeschäfte, Restaurants, oder Arztpraxen.
Dann
gibt es eine Reihe von Einrichtungen, die wir selbst für äußerst wichtig
halten und die wir unbedingt erfassen wollen: Postämter, Haltestellen, Flughäfen
und Bahnhöfe. Außerdem versuchen wir auch, die wichtigsten touristischen
Sehenswürdigkeiten und Sporteinrichtungen zu erfassen.
In
enger Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern versuchen wir außerdem, eine
möglichst interessante geografische Verteilung zu erreichen aber gleichzeitig
auch Einrichtungen, die für einen Menschen mit Behinderungen von großer Bedeutung
sein können (z.B. Ärzte, Sanitätshäuser,...) und die normalerweise nicht in
den Stadtkernen zu finden sind, mit einzubeziehen.
Art
und Verteilung und vor allem die Zugänglichkeit von Einrichtungen einer Stadt hängen allerdings auch in hohem Maße
von Alter, Art und baulicher Substanz dieser Stadt ab: das Bankenviertel einer
modernen Großstadt beispielsweise bietet deutlich andere Möglichkeiten, als
der Ortskern einer Stadt mit hauptsächlich mittelalterlicher Bausubstanz.
Wie vergeben wir unsere Symbole/Piktogramme?
Wie
bereits mehrfach erwähnt halten wir uns bei der Vergabe nicht streng an
allgemeine Standards und Normen (z.B. DIN). Detaillierte Informationen zu diesen
Symbolen und den Vergabekriterien finden Sie unter Punkt „Hilfe“.
Welche zusätzlichen Informationen bieten wir an?
Zusätzlich
zu unseren Symbolen und Piktogrammen hinterlegen wir – wo möglich und
sinnvoll- Hinweise und Details zu den einzelnen Einrichtungen, die nicht als
Symbole dargestellt werden können.
Diese
Art Hinweise können beispielsweise sein:
- Die
Abmessungen des Rangierraumes in Behindertentoiletten oder wie die Wasserhähne
dort bedient (drehen, Hebel,...) werden müssen.
- Die
Verfügbarkeit eines Vibrationsalarms in der Matratze eines Hotelzimmers
- Handelt
es sich um ein Selbstbedienungsrestaurant
- Wie
groß ist die Beinfreiheit unter den Tischen eines Restaurants
- Gibt
es in einem Kino ausgewiesene Sitze für Menschen mit Behinderungen und wie ist die Sicht
von diesen Sitzen auf die Leinwand
